Sauerteigbrot-Rechner
Trag einfach ein, wie viel Mehl du verwenden willst, stell Hydratation und Sauerteiganteil mit den Schiebereglern ein, und der Rechner erledigt den Rest. Er berücksichtigt dabei den Wasseranteil in deinem Sauerteig, wenn er die tatsächliche Hydratation deines Teigs berechnet – du weißt also immer, welche Konsistenz und welche Krume dich erwarten. Funktioniert für einen Laib genauso wie für zwanzig.
Sourdough Bread Calculator
Calculate exact ingredient amounts using baker's percentages
500g makes a standard-size loaf
Warm kitchen: use less. Cool kitchen: use more.
Your Recipe
Baker's Percentages
Temperature tip: Above 24°C use less starter (10-15%). Below 20°C use more (25-30%). Fermentation speed roughly doubles with every 8-10°C increase.
Hydration Guide
| Hydration | Dough Type | Characteristics |
|---|---|---|
| 50% - 59% | Stiff dough | Easy to knead, non-sticky. Bread will be firmer with a tight crumb. Good for bagels and sandwich loaves. |
| 60% - 75% | Standard dough | Slightly sticky, manageable by hand. Soft crumb with a crisp crust. Best range for beginners (65-70%). |
| 76% - 90% | High hydration | Very sticky, needs a mixer or stretch-and-folds. Open crumb with large holes and thin crust. Ciabatta and focaccia territory. |
Was Bäckerprozente für dein Brot bedeuten
Bäckerprozente sind die Standardsprache, die professionelle Bäcker weltweit verwenden. Das Prinzip ist einfach: Mehl ist immer 100 %, alle anderen Zutaten werden als Prozentsatz des Mehlgewichts angegeben. Du hast 500 Gramm Mehl und das Rezept verlangt 67 % Wasser? Das sind 335 Gramm. Schlichte Arithmetik, die dir das Rätselraten nimmt, wenn du ein Rezept für ein Abendessen hochskalieren oder für ein Alltagsbrot halbieren willst.
Dieser Rechner baut auf genau diesem System auf. Du legst das Mehlgewicht pro Laib fest, wählst die Anzahl der Brote und passt Hydratation sowie Sauerteiganteil über die Schieberegler an. Salz startet bei 2 %, weil das der Wert ist, bei dem die meisten erfahrenen Bäcker landen – du kannst es aber zwischen 1 % und 4 % verschieben, je nachdem, was dein Gaumen oder deine Ernährung braucht.
Hydratation verstehen – und warum sie so viel ausmacht
Die Hydratation ist die eine Variable, die alles an deinem Sauerteig verändert: wie er sich auf der Arbeitsfläche anfühlt, wie er im Ofen aufgeht, wie die Krume nach dem Anschnitt aussieht und sogar wie das Brot schmeckt. Ein Teig mit 55 % fühlt sich wie Knetmasse an. Einer mit 85 % klebt an allem und verlangt eine Teigkarte plus viel Erfahrung. Die meisten Hobbybäcker finden ihre Wohlfühlzone irgendwo zwischen 65 % und 72 %.
Niedrige Hydratation (50 % bis 59 %)
Feste Teige in diesem Bereich lassen sich leicht formen und halten ihre Struktur während der Stückgare gut. Die Krume wird dicht und kompakt – ideal für Sandwichbrote, bei denen du Scheiben brauchst, die beim Belegen nicht auseinanderfallen. Bagels liegen oft um die 55 %. Wenn du mit Sauerteig anfängst und klebrige Teige frustrierend findest, ist hier ein guter Einstiegspunkt.
Mittlere Hydratation (60 % bis 75 %)
Hier lebt der größte Teil des alltäglichen Sauerteigbrots. Bei 65 % bekommst du einen Teig, der sich gut von Hand bearbeiten lässt, mit einer Krume aus schönen kleinen und mittleren Poren. Gehst du auf 72 %, wird der Teig klebriger, die Kruste knuspriger und die Porung offener und unregelmäßiger. Für deinen ersten Sauerteiglaib empfiehlt sich 67 %: Er verzeiht Formfehler und ergibt ein Brot mit angenehmer Bissfestigkeit und goldener, splittrig-knuspriger Kruste.
Hohe Hydratation (76 % bis 90 %)
Hochhydrierte Teige belohnen Geduld und Technik. Das Ergebnis ist eine offene, großporige Krume mit einem fast glasigen Glanz, eine dünne, splitternde Kruste und ein cremiges Inneres. Ciabatta und Focaccia liegen meist zwischen 78 % und 85 %. Für diese Teige brauchst du entweder eine Küchenmaschine oder viele Streck-und-Faltvorgänge während der Stockgare. Zum Formen bestäubst du die Arbeitsfläche lieber mit Reismehl – das zieht im Gegensatz zu Weizenmehl nicht in den Teig ein.
Wie der Sauerteiganteil die Gärung steuert
Dein Sauerteig ist eine lebende Kolonie aus Wildhefen und Milchsäurebakterien. Je mehr Sauerteig du hinzufügst, desto schneller gärt der Teig, weil du von Anfang an mehr Mikroorganismen einbringst. Weniger Sauerteig bedeutet eine langsamere, längere Gärung, die komplexere Aromen entwickelt.
Die meisten Rezepte arbeiten mit 15 % bis 25 % Sauerteig bezogen auf das Mehlgewicht. Bei 20 % dauert eine Stockgare bei Raumtemperatur ungefähr vier bis fünf Stunden, je nach Küchentemperatur. Bei 10 % kannst du acht Stunden oder eine Übernachtgare einplanen. Bei 40 % ist der Teig teils in unter drei Stunden fertig, aber das Aroma ist milder, weil die Bakterien weniger Zeit hatten, organische Säuren zu bilden.
Küchentemperatur als stiller Faktor
Die Fermentation verdoppelt sich grob gesagt mit jedem Anstieg von 8 bis 10 Grad Celsius. In einer warmen Sommerküche bei 28 Grad kann 15 % Sauerteig so schnell gären wie 25 % es in einer 20-Grad-Küche täten. Faustregel: liegt deine Küche über 24 °C, geh mit dem Sauerteiganteil auf 10 % bis 15 %. Unter 20 °C? Dann eher 25 % bis 30 %, damit die Gärung in vernünftiger Zeit abläuft.
Was effektive Hydratation bedeutet
Dieser Rechner zeigt dir etwas, das viele einfache Sauerteigrechner übergehen: die effektive Hydratation deines Teigs. Ein Sauerteig mit 100 % Hydratation – also gleiche Teile Mehl und Wasser – bringt beides mit. Wenn du 100 Gramm Sauerteig hinzufügst, kommen damit 50 Gramm Mehl und 50 Gramm Wasser in den Teig. Die Formel sieht so aus :
Effektive Hydratation = (Gesamtwasser + Sauerteigwasser) / (Gesamtmehl + Sauerteigmehl) × 100
Mit 500 g Mehl, 67 % Wasser (335 g) und 20 % Sauerteig (100 g) zeigt der Regler 67 %, aber die effektive Hydratation liegt bei rund 71 %. Diese vier Punkte Unterschied machen sich bemerkbar, wenn du die Konsistenz deines Teigs präzise einstellen willst.
Salz im Sauerteigbrot
Salz tut drei Dinge: Es stärkt das Glutennetz, bremst die Gärung und bringt Geschmack. Ohne Salz wird der Teig schlaff, gärt unkontrolliert schnell und das Brot schmeckt flach. Der Standard liegt bei 2 % des Mehlgewichts. Manche Bäcker gehen bei roggenlastigen Broten auf 2,5 %, weil der kräftige Korneigengeschmack mehr Salz verträgt. Unter 1,5 % wird eine gute Glutenstruktur schwierig, und das Brot schmeckt merklich fade.
Praktische Tipps aus der Erfahrung
- Autolyse zuerst: Mehl und Wasser mischen, 30 bis 60 Minuten ruhen lassen, bevor du Sauerteig und Salz einarbeitest. Das Gluten entwickelt sich so ohne Kneten.
- Küchenwaage verwenden: Volumenmaße sind beim Brotbacken unzuverlässig. Eine Waage, die auf ein Gramm genau wiegt, ist das wichtigste Werkzeug überhaupt.
- Kalte Übernachtgare: Nach dem Formen kommt der Teigling für 12 bis 18 Stunden in den Kühlschrank. Die langsame Kältegare entwickelt tieferes Aroma und macht das Einschneiden viel einfacher, weil der kalte Teig die Form unter der Klinge hält.
- Dampf im Ofen: Feuchtigkeit in den ersten 15 Minuten hält die Kruste geschmeidig genug, damit das Brot voll aufgehen kann. Am einfachsten geht das mit einem Topf mit Deckel oder einem vorgeheizten Gusseisenbehälter.
- Abwarten vor dem Anschnitt: Das Innere des Brots setzt sich noch mindestens eine Stunde nach dem Backen. Schneidest du früher an, entweicht Dampf und die Krume kann gummiartig werden.
Bereit zum Backen ?
Wenn du deine Zahlen beisammen hast, schau dir unsere 5 getesteten Sauerteigrezepte an – mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen für ein Landbrot, Toastbrot, Focaccia, Zimtrosinenbrot und Roggenbrot. Jedes Rezept enthält genaue Grammangaben, die du direkt in diesen Rechner eingeben kannst.
Häufige Probleme und ihre Ursachen
Ein flaches Brot deutet meistens auf eines von drei Dingen hin: zu kurze Stockgare, einen schwachen Sauerteig (füttere ihn zwei Mal täglich über drei Tage, um ihn zu stärken) oder eine zu schlaffe Formgebung (die Oberflächenspannung war nicht straff genug). Eine dichte Krume mit kleinen Poren kommt oft von zu niedriger Hydratation oder zu aggressivem Formen. Ein zu saures Brot entsteht durch lange Gärung, besonders bei Wärme. Nimm den Teig früher raus oder nutze die Kälte, um die Gärung zu bremsen.
Ist die Kruste zu dick und hart, hast du wahrscheinlich zu lange mit Dampf oder bei zu hoher Temperatur gebacken. Nimm den Deckel nach 20 Minuten ab und senke die Temperatur um 10 Grad für den Rest der Backzeit. Brennt der Boden, bevor die Oberseite fertig ist, stell das Gefäß auf ein Blech oder schieb die Schiene eine Stufe tiefer.
Fragen rund ums Sauerteigbacken
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