WhatsApp-Chat-Analyse

Exportiere den Chat in WhatsApp (ohne Medien reicht völlig) und zieh die .txt-Datei oder das Zip hierher. Du bekommst Nachrichten pro Person, eine Heatmap nach Wochentag und Uhrzeit, die mittlere Antwortzeit und die häufigsten Wörter, dazu CSV-Downloads. Hochgeladen wird nichts.

WhatsApp-Chat-Analyse

Zieh einen exportierten WhatsApp-Chat hierher und sieh, wer am meisten schreibt, wann im Chat am meisten los ist, wie schnell jeder antwortet und welche Wörter und Emojis am häufigsten vorkommen. Der Chat bleibt in deinem Browser.

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Die .txt- oder .zip-Datei aus „Chat exportieren“

Ihre Daten verlassen niemals Ihren Browser. Die gesamte Verarbeitung erfolgt lokal.

So holst du den Chat aus WhatsApp

Öffne den Chat, tippe oben auf den Namen des Kontakts oder der Gruppe (unter Android geht es auch über das Drei-Punkte-Menü und dann Mehr) und wähle Chat exportieren. WhatsApp fragt, ob Medien mit sollen. Sag nein, außer du hast einen guten Grund. Ohne Medien bekommst du eine einzige .txt-Datei, die selbst bei jahrelangen Chats meist nur ein paar Megabyte groß ist. Mit Medien kommt ein Zip voller Fotos und Sprachnachrichten, und das können schnell Gigabytes werden. Beides funktioniert hier, aber es kommt nur auf die Textdatei an. Schick sie dir per Mail, leg sie in Drive oder in der Dateien-App ab, wie es dir am bequemsten ist, und zieh sie dann oben ins Feld.

Auf dem iPhone heißt die Textdatei im Zip _chat.txt. Unter Android trägt sie den Namen des Chats, etwa WhatsApp-Chat mit Maria.txt. Wenn du das Zip hineinziehst, sucht sich das Tool die Textdatei selbst heraus und lässt die Bilder links liegen.

Was du zu sehen bekommst

Ganz oben stehen die großen Zahlen: Nachrichten insgesamt, wie viele Personen etwas geschrieben haben, Wörter, Fotos und Dateien, gelöschte Nachrichten, an wie vielen verschiedenen Tagen mindestens eine Nachricht kam, der Zeitraum und der aktivste Tag. Der überrascht fast immer. Man tippt auf einen Geburtstag oder Silvester, und dann war es der Tag, an dem die Gruppe über die Aufteilung einer Restaurantrechnung gestritten hat.

Darunter folgt eine Tabelle pro Person: Nachrichten, Anteil am Chat, Wörter, Wörter pro Nachricht, gesendete Medien und die mittlere Antwortzeit. Die Wörter pro Nachricht sagen mehr, als man denkt. Die eine schreibt drei lange Absätze, der andere schickt elf Ein-Wort-Nachrichten für denselben Inhalt, und wer nur die Nachrichten zählt, hält den Zweiten für deutlich gesprächiger.

  • Nachrichten pro Monat als Balkendiagramm, vom ersten bis zum letzten Monat. Leere Monate bleiben drin, damit man sieht, wann es still wurde.
  • Eine Heatmap nach Wochentag und Uhrzeit. Jedes Feld ist eine Stunde an einem Wochentag, je kräftiger das Grün, desto mehr los. Nachteulen erkennt man sofort.
  • Die 20 häufigsten Wörter und 15 häufigsten Emojis, für den ganzen Chat oder eine einzelne Person. Füllwörter auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch werden ausgefiltert, übrig bleibt, was wirklich zu eurem Chat gehört.
  • Die erste Nachricht im Export, mit Absender und Zeitpunkt.

Unten gibt es zwei CSV-Downloads. Die Statistikdatei hat eine Zeile pro Person. Die Nachrichtendatei enthält jede Nachricht mit Datum, Uhrzeit, Absender, Text und Typ und lässt sich in einer Tabellenkalkulation viel leichter sortieren und filtern als der rohe Export.

Wie die Antwortzeit berechnet wird

Danach wird am häufigsten gefragt, deshalb hier genau. Jedes Mal, wenn der Absender wechselt, zählt die Zeit zwischen der letzten Nachricht der vorherigen Person und der ersten Nachricht der neuen als eine Antwort der neuen Person. Schickst du vier Nachrichten hintereinander und deine Freundin antwortet zehn Minuten nach der vierten, sind das zehn Minuten. Daraus wird der Median gebildet, nicht der Durchschnitt. Eine einzige Antwort nach neun Stunden würde den Durchschnitt hochtreiben und nichts über einen normalen Tag aussagen. Den Median lässt so ein Ausreißer kalt.

Pausen über 24 Stunden fallen ganz heraus. Wenn drei Tage niemand geschrieben hat und dann jemand Hallo sagt, ist das keine langsame Antwort, sondern ein neues Gespräch. In einer Gruppe heißt Antwort einfach, dass jemand als Nächstes schreibt. Das ist grob, aber mehr lässt sich aus einer Textdatei ehrlicherweise nicht messen. Und Android-Exporte speichern die Uhrzeit nur minutengenau, alles Schnellere erscheint deshalb als unter 1 Min.

Das Problem mit dem Datumsformat

WhatsApp schreibt das Datum so, wie dein Handy eingestellt ist. Ein amerikanisches Gerät schreibt 3/4/24, ein deutsches 04.03.24, ein britisches 04/03/2024, ein japanisches 2024/03/04, und das iPhone packt alles in eckige Klammern. Das Tool schaut sich jedes Datum in der Datei an. Ist irgendwo die erste Zahl größer als 12, muss sie der Tag sein. Ist die zweite größer als 12, kommt der Monat zuerst. Wenn ein Chat kurz ist und jedes Datum mehrdeutig, probiert es beide Lesarten aus und nimmt die, bei der die Zeit vorwärts läuft statt zurückzuspringen. Das klappt fast immer, und es sagt dir, welches Format es verwendet hat. Falls es danebenliegt, wähl das Format im Auswahlmenü und starte die Auswertung neu.

12-Stunden-Zeiten gehen auch, samt spanischem p. m., dem unsichtbaren schmalen Leerzeichen, das neuere iPhones vor AM und PM setzen, und den Markierungen 上午 und 下午 auf chinesischen Handys.

Dein Chat bleibt auf deinem Rechner

Chat-Exporte gehören zu den privatesten Dateien überhaupt: Adressen, Streit, Gesundheitsthemen, Sätze von zwei Uhr nachts. Deshalb wird hier nichts hochgeladen. JavaScript in diesem Tab liest die Datei und rechnet die Ergebnisse direkt dort aus. Es gibt kein Konto und keine Kopie auf einem Server, die irgendwo landen könnte. Probier es aus: Seite laden, WLAN aus, Analyse starten. Läuft genauso. Tab zu, alles weg.

Ehrlich gesagt ist das der Hauptgrund für diese Seite. Mehrere bekannte Analyse-Seiten wollen den Chat zuerst auf ihrem Server haben, und eine der bekanntesten schickt ihn an ein KI-Modell und verlangt dann Geld pro Auswertung. Beides wollte ich nicht.

Wo es danebenliegen kann

Das Exportformat von WhatsApp ist nirgends dokumentiert und ändert sich mit jeder Sprache und jedem Gerät. Die Schwachstellen, die ich kenne:

  • Systemhinweise wie ein Gruppenbeitritt, eine Umbenennung oder eine geänderte Sicherheitsnummer werden verworfen. Wie viele es waren, steht über der Statistik. Wirkt die Zahl viel zu hoch, hat das Format den Parser vermutlich verwirrt.
  • Medien-Platzhalter werden in den gängigen Sprachen erkannt. Auf einem iPhone in einer Sprache, die das Tool noch nicht kennt, könnte ein weggelassenes Bild als Textnachricht zählen.
  • Ein Name, der einen Doppelpunkt mit folgendem Leerzeichen enthält, wird am Doppelpunkt abgeschnitten.
  • WhatsApp begrenzt Exporte selbst. Laut Hilfeseiten sind es rund 40.000 Nachrichten ohne Medien und 10.000 mit Medien. Bei einem sehr langen Chat siehst du also den jüngsten Abschnitt, nicht die ganze Geschichte.

Lässt sich eine Datei überhaupt nicht lesen, ist sie meistens kein Chat-Export. Backups wie msgstore.db.crypt14 sind verschlüsselt, die kann kein Browser öffnen.

Wofür Leute es nutzen

Paare, die wissen wollen, wer zuerst schreibt und wer schneller antwortet, meistens um eine Wette zu klären. Gruppen-Admins, die sehen wollen, wer sich wirklich beteiligt und wer nur Memes postet. Kleine Läden, die Bestellungen über WhatsApp annehmen und wissen möchten, zu welchen Zeiten sie wirklich am Handy sein sollten. Studierende, die einen Chat für eine Arbeit in eine Tabelle bringen müssen. Und viele, die einfach ein Jahr Freundschaft auf einer Seite sehen wollen. Gerade das Monatsdiagramm geht nah: der Umzug, der neue Job, das Baby, alles als Täler und Spitzen.

Häufige Fragen zur WhatsApp-Chat-Analyse